Manche Landschaften öffnen regelrecht Fenster in die Erdgeschichte: Sie laden dazu ein, die Vergangenheit unseres Planeten und die Grundlagen des Lebens besser zu verstehen. Solche Regionen mit einem bedeutenden geologischen Erbe können Nationale Geoparks werden – wie der Geopark Ries. Als einer der besterhaltenen Einschlagskrater der Erde ist er eine Stätte geologischen Erbes von Weltrang.Ein Geopark hat die Aufgabe, die erdgeschichtlichen Besonderheiten zu bewahren und erlebbar zu machen – etwa durch Angebote wie Lehrpfade, Führungen, Infozentren und Infostellen. Unter der Regie der Geopark-Geschäftsstelle hat sich deshalb seit 2006 viel getan im Geopark-Gebiet. Geotope wurden erschlossen, Wander- und Radwege beschildert, Infotafeln aufgestellt, Führungen konzipiert. Alle Projekte wurden in Kooperation mit regionalen Partnern umgesetzt. Zu den zentralen Geopark-Aufgaben gehört es schließlich auch, zur nachhaltigen Entwicklung der Region beizutragen. Die Menschen vor Ort profitieren von seiner Arbeit also ebenso wie Besucherinnen und Besucher.
Inzwischen ist der Geopark Ries auch international bestens vernetzt. Als Nationaler Geopark durfte er sich um den Titel UNESCO Global Geopark bewerben, den er 2022 erhielt. Durch diesen Status steht man nun im Austausch mit rund 230 weiteren UNESCO Global Geoparks in 50 Ländern. UNESCO Global Geoparks gelten als Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung, weil sie beispielhaft zeigen, wie der Schutz von Natur und Kultur mit wirtschaftlichem und sozialem Fortschritt einhergehen kann.