Im Jahr 1307 gehörte das „Steinhaus zu Nördlingen“ den Grafen von Oettingen.
Das Haus stand im Zentrum der Stadt.
Die Grafen nutzten es als ihr Stadthaus.
Im Jahr 1313 verkauften sie das Haus an das Zisterzienserkloster, ein Kloster mit Mönchen, aus Heilsbronn.
Im Jahr 1382 mietete die Stadt Nördlingen das Haus vom Kloster.
Im Jahr 1525 kaufte die Stadt das Haus ganz.
Seit 1382 ist das Haus das Rathaus der Stadt.
Das Haus hatte zuerst zwei Stockwerke.
Im Jahr 1499 und 1500 baute man ein drittes Stockwerk auf.
Im Jahr 1509 baute der Baumeister Stephan Weyrer den Fassadenerker und den Schatzturm, einen besonderen Turm.
Im Jahr 1618 baute Wolfgang Walberger die Freitreppe aus Suevit-Haustein, einem besonderen Stein.
Die Treppe hat Muster mit Fischen und Verzierungen aus der französischen Renaissance.
Unter der Treppe sind alte Gefängniszellen ohne Fenster.
Diese Zellen sind heute nicht mehr zugänglich.
Unter der Treppe ist ein Raum auf Erdgeschoss-Niveau.
Dieser Raum heißt „Narrenhäuslein“.
Dort sperrte man Menschen ein, die kleine Fehler gemacht hatten.
Die Menschen wurden dort zur Schau gestellt.
An den Raum erinnert ein Relief mit der Inschrift „NUN SIND UNSER ZWEY“.
Das Relief zeigt einen Narren und erinnert an das alte Gefängnis.