An der Eger, einem fließenden Fluss, arbeiteten um 1618 bis zu 152 Gerbermeister.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden es immer weniger Gerber.
Mit der Industrialisierung entstanden kleine Lederfabriken.
Doch Mitte des 20. Jahrhunderts hörte das Gerberhandwerk in Nördlingen ganz auf.
Die letzte Gerberei schloss im Jahr 1961.
Früher hatte jeder Gerbermeister seine Werkstatt und Wohnung unter einem Dach.
Vor den Häusern gab es oft Gruben zum Äschen und Lohnen.
Manchmal stand auch ein Werkhaus direkt vor der Haustür.
So lebten und arbeiteten die Gerber zusammen in ihrem Viertel.
Das Viertel ist heute ein wichtiger Ort für Besucher in Nördlingen.
Das Gerberhandwerk gibt es hier nicht mehr.
Aber man sieht es noch an vielen Hausfassaden und Gebäuden.
Viele Gerberhäuser wurden im 20. Jahrhundert zu normalen Wohnhäusern umgebaut.
Besonders die Häuser an der Eger mit ihren Holzgalerien sind ein Zeichen für das alte Handwerk.